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LAVA KÜSSEN IM VOLCANOES NATIONAL PARK

By on 30. August 2017

Wenn es auf einer Insel 4 aktive Vulkane gibt, wird doch wohl einer spucken wenn ich da bin!

Auf Hawaii ist es fast schon ein Sport für Touristen so nah wie möglich an eine heiße Lava heranzukommen. Und das ist nicht unwahrscheinlich, da es vier aktive Vulkane auf Big Island gibt, die in regelmäßigen Abständen tatsächlich ausbrechen. Leider sind einige Zugänge zu Vulkanen für immer geschlossen, da manche Touristen zu leichtsinnig mit ihrem Leben umgegangen sind. Zur Erinnerung: Auch wenn Hawaii im Nirgendwo zu seien scheint gehört es doch zu Amerika, dem Land wo Klagen reich machen! Das will auch ein Nationalpark nicht riskieren und sperrt deswegen lieber viele Wege, die in scheinbar zu abenteuerlicher Nähe zu Kratern liegen. Im Hawaii Volcanoes National Park kann man aber einen Lava-spukenden Krater bestaunen – am Besten in der Nacht. Und das natürlich aus sicherer Entfernung. Die Dunkelheit macht die Aktivität des Kilauea Vulkans sichtbar, einem der aktivsten Vulkane der Welt. Der Anblick ist gewaltig, vor allem wenn die mitgebrachte Kamera einen guten Zoom hat.

 

 

Auch in den Sonnenstunden gibt es rund um den Kilauea, mit dem inoffiziellen Untertitel „Drive-In Vulkan“, viel zu entdecken. Wie der Name schon sagt, kommt man mit dem Auto direkt zu dieser und vielen anderen Attraktionen des ca. 1340 km2 großen Nationalparks. Die ersten Meter der asphaltierten Straße führen durch einen beeindruckenden, historischen Wald. Doch noch kann ich die Einzigartigkeit dieser Gegend nicht erkennen. Erst nach einigen Kilometern, als plötzlich die Bäume enden und vor mir nur mehr unendlich weite, schwarze Lava zu sehen ist, verstehe ich wo ich mich eigentlich befinde. Zwischen erstarrter Lava rollt man im zweiten Gang staunend bis zum Meer hinunter. Übrigens sehr zur Freude der Park Sheriffs, denn an jeder Ecke weisen Hinweisschilder auf „Nene crossing“ hin. Es wird also um rücksichtsvolles Fahren gebeten, damit man keine Gänse überfährt. Tja, ich habe zwar keine einzige Gans bei meinem Besuch gesehen, aber mit Vollgas will man sowieso nicht durch diese eindrucksvolle Gegend brettern. Am Meer bricht die Lava und formt meterhohe Klippen. Aus dem Auto ausgestiegen, gehe ich ein paar Schritte bis zum Rand der Klippe und merke augenblicklich wie klein ich eigentlich bin.

 

 

Wer vom Autofahren genug hat, geht zu Fuß weiter. Im gesamten Vulcanoes National Park führen insgesamt 240 km lange Wanderwege durch verbrannte Wüste, Regenwälder oder erloschene Vulkankrater. Angesichts der Hitze und fehlender Schatten entscheide ich mich keinen Wanderweg entlang des Meeres zu gehen, sondern wieder den Schutz der Bäume zu suchen. Der „Kilauea Iki Trail“ ist für mich eines der Highlights des Parks. In gut 2 Stunden schafft man eine kleine Runde, die direkt durch den Krater des Kliauea Iki (kleiner Kilauea) führt. Zuletzt ist der Vulkan 1959 ausgebrochen und jetzt noch tritt aus kleinen Löchern heiße, dampfende Luft aus. Es brodelt noch immer. Allein das Bewusstsein in einem Krater zu stehen hat etwas Magisches. Und genau in diesem Moment beginnt es zu regnen. Sanfter Schnürlregen trifft auf den trockenen Boden. Nebel legt sich über den gesamten Krater. Eine unglaublich tolle Stimmung.

 

 

Ich habe einen ganzen Tag in diesem Nationalpark verbracht und noch andere Fixpunkte wie die „Pu‘uloa Petroglyphen“ und die „Thurston Lava Tube“ besucht. Die heiße, fließende Lava habe ich an diesem Tag nicht geküsst. Die Vulkane blieben ruhig. Und auch wenn man im ersten Moment ein kleines bisschen enttäuscht ist, weil man kein Selfie mit glühend heißer Lava machen konnte, der Vulcanoes National Park ist auf jeden Fall ein Abenteuer.

 

 

 

Facts

Anreise: Hawaii Volcanoes National Park, Hawaii 96718, USA

Kosten: Eintritt 20 USD pro Fahrzeug (max. 15 Insassen)

Öffnungszeiten: Der Volcanoes National Park ist das ganze Jahr 24 h geöffnet. Kilauea Visitor Center Öffnungszeiten: 09:00-17:00 Uhr

Ausrüstung: Festes Schuhwerk, Regenjacke, Sonnenhut, Getränke

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Kerstin Gutleder
Austria

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